Optimierung der Fotos
Mögliche bzw. sinnvolle Druckgrössen
Weshalb braucht es einen Vertrag?
Vollformat oder sog. APSC-Format
Einsatz von Blitzgeräten
Megapixelmythos
Wer baut bessere Kameras, Canon oder Nikon?
Höhere Auflösung, Digital oder Film?
Knipser
Werden die Hochzeitsfotos bearbeitet?
Selbstverständlich, doch obwohl die digitale gegenüber der analogen Fotografie den Vorteil von einfacheren nachträglichen Korrekturen bietet, bedeutet dies noch lange nicht, dass aus schlechten oder gar durchschnittlichen Fotos mittels Bildbearbeitung plötzlich Superfotos generiert werden können. Es gilt nach wie vor der Grundsatz, dass das Foto während dem Fotografieren entsteht. Im Nach hinein kann es am Computer lediglich weiter optimiert, verfremdet oder in Schwarzweiss umgewandelt werden usw. Alle Fotos einer Hochzeitsreportage kontrolliere ich minuziös auf meinem 24-Zoll Monitor, was natürlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Bei ca. jedem dritten Foto nehme eine der folgenden Optimierungen vor, während technisch nicht gelungene Bilder (stark über- oder unterbelichtet, unscharf etc.) in einen separaten Ordner verschoben werden. Bearbeitet werden natürlich nur diejenigen Fotos, bei denen eine Bearbeitung überhaupt eine Verbesserung bringt.
- Ungenauer Weissabgleich bei Kunstlicht. Allfälliger Farbstich wird entfernt.
- Starke Schlagschatten werden aufgehellt, sofern sie das Hauptmotiv beeinträchtigen
- Leichte Unterbelichtung, hauptsächlich verursacht durch reflektierende
Flächen hinter dem Motiv, wird durch Aufhellen korrigiert. - Objektivbedingte Verzerrungen (tonnen- bzw. kissenförmige Verzeichnung)
werden, falls sichtbar und störend, korrigiert - Störende Elemente am Bildrand werden durch Wegschneiden entfernt oder
retouchiert. - Störende, reflektierende Flächen (Blitzreflexionen auf Fensterscheiben,
Signaltafeln etc.) werden retouchiert.
Als Faustregel gilt, dass die Anzahl Stunden am Computer der doppelten Anzahl Stunden einer Fotoreportage entspricht, d.h. bei einer 12-stündigen Fotoreportage veranschlagt die Kontrolle und Nachbearbeitung der Bilder mindestens weitere 24 Stunden oder drei Arbeitstage.
Mögliche bzw. sinnvolle Druckgrössen
Die beste Druckgrösse kann ganz einfach wie folgt errechnet werden. Nachstehend zwei Beispiele mit 300, 200 und 150 PPI für ein 12 Megapixel Bild.
Optimale Druckqualität
Seitenbreite 4288 Pixel / 300 PPI (Pixel per Inch) x 2.54 (1 Inch=2.54cm) = 36.30 cm
Seitenhöhe 2848 Pixel / 300 PPI (Pixel per Inch) x 2.54 =
24.11 cm
Sehr gute Druckqualität
Seitenbreite 4288 Pixel / 200 PPI (Pixel per Inch) x 2.54 (1 Inch=2.54cm) = 54.45 cm
Seitenhöhe 2848 Pixel / 200 PPI (Pixel per Inch) x 2.54 =
36.17 cm
Maximale Vergrösserung bei noch guter Bildqualität
Seitenbreite 4288 Pixel / 150 PPI (Pixel per Inch) x 2.54 (1 Inch=2.54cm) = 72.61 cm
Seitenhöhe 2848 Pixel / 150 PPI (Pixel per Inch) x 2.54 = 48.23 cm
Weshalb braucht es einen Vertrag?
Ein Vertrag regelt die wichtigsten Vereinbarungen zwischen dem Fotografen und dem Hochzeitspaar. Einerseits werden die Leistungen des Fotografen festgehalten und andererseits die Gegenleistung des Brautpaars. Ich halte den Vertrag bewusst sehr schlank und "verklausuliere" ihn nicht.
Vollformat oder sog. APSC-Format
Ich werde oftmals angefragt, was besser ist, Kameras mit Vollformat-Sensor (Bildsensor
entspricht dem Kleinbildformat
24x36mm) oder Kameras mit APS-C-Sensor (25.1 mm x
16.7 mm).
Nicht Wenige glauben,
ein doppelt so grosser Sensor bedeute automatisch eine
doppelt so gute Bildqualität.
Ich werde oftmals angefragt, was besser ist, Kameras
mit Vollformat-Sensor (Bildsensor entspricht dem Kleinbildformat 24x36mm)
oder Kameras mit APS-C-Sensor (25.1 mm x 16.7 mm). Nicht Wenige glauben, ein
doppelt so grosser Sensor bedeute automatisch eine doppelt so gute
Bildqualität.
Vor nicht allzulanger Zeit setzte ich als Zweitkamera
eine Nikon D90 und eine Nikon D300 neben meiner Nikon D700 ein, welche mit
einem Sensor im Kleinbildformat (im Volksmund auch Vollformat genannt) ein.
Wie schon beinahe zahllose Vergleichstests gezeigt haben, kommen die
Vorteile des grösseren Sensors erst ab Empfindlichkeiten über 800-1000 ISO
zur Geltung. Die grösseren Pixel einer Vollvormatkamera vermögen mehr Licht
aufzunehmen und das Signal muss nicht so stark elektronisch verstärkt werden.
Dadurch verringert sich das digitale Rauschen und eine Details
verschmierende Rauschunterdrückung ist nicht notwendig. Im Bereich zwischen
ISO 100 und ISO 800 ist die Bildqualität einer Nikon D300 oder D90 hingegen
auf jeden Fall derjenigen der D700 oder D3 visuell absolut ebenbürtig, also
in einem Empfindlichkeitsbereich, der an Hochzeiten zur Anwendung kommt.
Muss hingegen bei extrem schlechten Lichtverhältnissen ohne
Blitzunterstützung fotografiert werden, wie z.B. Sportveranstaltungen in
Hallen, Konzerten, Theateraufführungen etc., dann kommen die
Vollformat-Kameras richtig in Fahrt und glänzen mit sehr geringen
Rauschwerten bis zu einer Empfindlichkeit von 6400 ISO. Abgesehen von den
Vorteilen des Vollformats bei hohen ISO-Werten, bieten beide Systeme weitere
Vorteile gegenüber dem anderen System.
Ein paar Eigenschaften der verschiedenen Sensorformate:
Sog. APS-C-Format (25,1 mm × 16,7 mm, Seitenverhältnis ca. 3:2 (wie Kleinbild)):
- Nutzt den sog. sweet spot von Objektiven, die für das Vollformat
entwickelt wurden. Die kritischen Bereiche eines Objektivs, nähmlich Vignettierung und Randunschärfen, haben keinen Einfluss auf das Bild. Die Kamera nutzt den leistungsfähigsten Bereich in der Mitte des Objetivs. - Der kleinere Sensor führt zu einer scheinbaren (Scheinbar deshalb, weil
es streng genommen nur eine kleinerer
Bildausschnitt ist) Brennweitenverlängerung. Aus einem 300mm Objektiv wird an einer Nikon D300 oder D90 virtuell ein 450mm Objektiv, was einer scheinbaren Verlängerung um den Faktor 1.5 entspricht. Was bei Teleobjektiven ein Vorteil ist, entpuppt sich bei Weitwinkeln eher als Nachteil. Aus einem 18mm Superweitwinkel wird an einer APSC-Kamera plötzlich ein eher moderates 27mm Weitwinkel. Daher existieren von Nikon und Fremdherstellern wie Sigma, Tokina oder Tamron speziell für APS-C-Kameras entwickelte Weitwinkel-Objektive, die nicht oder nur mit Einschränkungen an Vollformatkameras zu gebrauchen sind. Dieser vermeintliche Nachteil verliert mit dem grossen Angebot an speziellen Weitwinkel-Objektiven für APSC-Kameras an Bedeutung. - Kleinere, handliche, speziell für dieses Fotmat entwickelte Objektive.
- Höheres Rauschen oberhalb ISO 1000.
- Grössere Schärfentiefe bei gleicher Blendenöffnung. Dies kann bei gewissen Situationen jedoch ein Vorteil sein.
- Unschärfe durch Beugung der Lichtstrahlen tritt früher, ab Blende 11 ein.
Vollformat:
- Die lästige Umrechnung der Brennweite entfällt. Ein 85mm Objektiv bleibt ein 85mm, wie in Filmtagen.
- Helleres Sucherbild, kann auch zu schnellerem Autofocus bei schlechten Lichtverhältnissen führen.
- Geringere Pixeldichte (grössere Pixel). Dadurch geringeres Rauschen, allerdings erst ab ISO 1000 signifikant.
- Geringere Schärfentiefe (Scharfer Berieich vor und hinter dem
Focus-Punkt), dadurch
etwas mehr Gestaltungsspielraum mit der Unschärfe als bei APS-C, speziell
mit langbrennweitigen Objektiven.
Kann jedoch auch ein Nachteil sein (z.B. bei freihändigen Makroaufnahmen). - Stellt hohe Ansprüche an die Qualität eines Objektivs,weil der gesamte
Bereich eines Objektivs genutzt wird,
inkl. der oftmals kritischen Ränder. - Zur Zeit viel teurer als APS-C. Benötigt auch teuere Objektive.
Einsatz von Blitzgeräten
Direkt auf das Objekt gerichtetes Blitzlicht ist hässlich, da besteht kein Zweifel. Trotzdem kann mit der richtigen Blitztechhnik eine fantastische, natürliche Ausleuchtung erzielt werden.
- Direkter Blitz: geeignet zum Aufhellen im Freien bei Tageslicht. Mindert die
Kontraste und damit harte Schlagschatten
auf dem Objekt. Erlaubt die gleichmässige Ausleuchtung des Hauptobjektes und
des Hintergrundes. In Innenräumen verwende ich einen direkten Blitz nur in äussersten Notfällen, d.h. wenn
anders gar kein Foto gemacht werden kann. - Indirekter Blitz: Der Blitzreflektor wird anstatt auf das Objekt auf eine
möglichst weisse Fläche, seitlich oder
oberhalb des Objektes, gerichtet. Dadurch wird das Blitzlicht im ganzen Raum gestreut und entspricht praktisch diffusem Sonnenlicht. Durch den Einsatz von Diffusoren und Blitzteilern wird das Blitzlicht zusätzlich gestreut und allfällige Schatten auf dem Objekt durch Licht von oben aufgehellt. - Mehrere Blitzgeräte: Durch den Einsatz mehrerer, kabellos gesteuerter
Blitzgeräte, kann im Freien oder in
Räumen eine praktisch studioähnliche Beleuchtung erzielt werden. Dabei sind zahlreiche Kombinationen und bei Nikon der Einsatz von bis zu 11 Blitzgeräten möglich, doch meistens genügen schon 2 Blitzgeräte für eine plastische, dreidimensionale Ausleuchtung.
Megapixelmythos
Oft tauch die Frage auf, ob denn 12.3 Megapixel nicht zuviel seien. In der Presse ist häufig von 6 Megapixeln als Obergrenze die Rede. Das stimmt auch, allerdings für Kompaktkameras mit ihren winzigen Sensoren. Bei APS-C-Kameras sehe ich erst 14-15 Megapixel als vernünftige maximale Obergrenze an, bei Vollformatkameras entsprechend mehr, d.h. ca. 24 Megapixel. Für die Bildqualität sind noch viele andere Faktoren massgebend, wie Kontrastbewältigung, Farbtreue, digitales Rauschen etc. etc. Mehr Megapixel bedeuten nicht automatisch eine bessere Bildqualität, wie dies oft von den Marketing-Abteilungen der Kamerahersteller propagiert wird.
Wer baut bessere Kameras, Canon oder Nikon?
Meine Antwort. Beide Hersteller haben viele Jahrzente Erfahrung im Bau von Kameras und für welche Marke man sich entscheidet, ist bloss eine Frage der persönlichen Präferenzen und des Einsatzbereiches. Wegen der guten Kompatibilität zu meinen alten Objektiven, Blitzgeräten und anderem Zubehör, hatte ich mich entschieden, bei Nikon zu bleiben. Ebenso spielte die bei Nikon traditionell hervorragende Ergonomie eine Rolle. Was die Bildqualität selbst angeht, sind die Unterschiede wohl vorhanden, im Labor mess- und visualisierbar, in der Praxis jedoch praktisch irrelevant. Ich muss oft schmunzeln ob der Glaubenskriege, welche in zahlreichen Internet-Foren mit geradezu fanatischem Eifer ausgetragen werden. Da werden Tage und Wochen damit verbracht, Bilder auf 100 % zu vergrössern und aus 3 cm Abstand auf Pixel-Ebene Canon Model x mit Nikon Model y zu vergleichen. Ein erfahrender Fotograf wird mit jeder Spiegelreflexkamera, egal ob von Nikon, Canon, Pentax, Olympus oder Sony, hervorragende Resultate abliefern, sogar mit einem durchschnittlichen Objektiv an einer nicht mehr taufrischen Kamera.
Höhere Auflösung, Digital oder Film?
Film natürlich. Erstaunt, dass ausgerechnet ein eingefleischter Digitalfotograf eine solche Aussage von sich gibt?
Nun, in der Theorie ist Film dem digitalen Medium tatsächlich nach wie vor überlegen (35mm Film) bis krass überlegen
(Mittel- ( > 4.5X6cm) und Grossformat).
Hier sind die Gründe, warum Film (Dia- oder Transparentfilm) mehr Details aufzulösen vermag.
Während bei Digitalkameras (ausser Sigma mit ihren Foveon-Sensoren) die
Pixel aus einer Matrix nach dem Bayer-Verfahren (ausführliche
Informationen siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Bayer-Sensor) aus
Rot/Grün/Blau interpoliert und nach der Aufnahme durch die
Kamera- oder RAW-Konvertersoftware zusammengemischt werden, enthält der
Film immer das volle RGB-Spektrum. Ein guter
35mm 50-ISO Diafilm kann ca. 300 Pixel per Milimeter auflösen. Pro
Quadratmilimeter sind dies 300x300 = 90000 Pixel bzw. 0.09 Megapixel
35 mm Film hat total 24x36 = 864 Quadratmilimeter und kann demnach z.B.
bei diesem Beispiel 864 X 0.09 Megapixel = 77.76 Megapixel auflösen.
Eine hochauflösende digitale Spiegelreflexkamera von z.B. 24 Megapixeln
löst im besten Fall, bedingt durch die Bayer-Interpolation,
höchstens 16 echte Megapixel auf. Sigma Foveon-Sensoren werden zwar mit
14 Megapixel deklariert, doch das ist eine Augenwischerei.
Tatsächlich sind es nämlich nur höchstens 6 Megapixel. Sigma rechnet die
Megapixel einfach hoch, quasi im Sinne eines Performance-Ratings wie es bei
gewissen Prozessor-Herstellern praktiziert wird.
Um die theoretischen Vorteile von Film überhaupt zu nutzen und sichtbar zu machen, sind allerdings einige Voraussetzungen notwendig
- Herausragende Profikenntnisse
- Qualitativ höchstwertige Objektive um so viele Details überhaupt aufzulösen
- Scanner in der Preisklasse eines E-Klasse Mercedes notwendig (> 8000 dpi).
Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann Transparentfilm tatsächlich mehr
Details auflösen als der beste digitale Sensor. Allerdings können die
Unterschiede erst bei sehr grossen Druckgrössen überhaupt festgestellt werden
(z.B.
1.00 m x 1.50 m) und das Herstellen hochwertiger Film-Scans mittels exorbitant
teurer Scanner sowie ein entsprechender Druck machen das Ganze für den
normalen Gebrauch völlig unerschwinglich.
Sendet man Dias oder Negative an ein x-beliebiges Labor zur Digitalisierung,
erhält man digitale Scans in höchstens 6 Megapixeln Auflösung und auch das in
einer teilweise traurigen Qualität.
Nicht unerwähnt darf in diesem Zusammenhang das im Verglich zum digitalen Output doch sehr grobe Filmkorn bleiben. Bereits ein 50ISO Diafilm hat ein gröberes Korn als eine durchschnittliche digitale Spiegelreflexkamera bei ISO 400 und darüber. Hochempfindliche (1600+) Dia- und Negativ-Filme gleichen eher einem Mosaik. Hinzu kommt, dass das menschliche Auge das digitale Bild aufgrund der viel höheren Kontrastwerte der Mitteltöne als viel schärfer und damit als qualitativ besser als Film empfindet. Die menschliche Wahrnehmung entscheidet schlussendlich über die Qualität und nicht Labormessungen.
Speziell Mittel- und Grossformatfilm wird noch sehr lange bei professionellen Fotostudios für Werbeaufnahmen sowie bei Landschafts- fotografen im Einsatz bleiben. In der Reportage- und Sportfotografie hingegen hat Digital die Chemie längstens verdrängt. Die enorme Flexibilität und die Schnelligkeit bei gleichzeitig hoher Qualität hat schlussendlich zu einem schnellen Siegeszug der digitalen Fotografie geführt.
Film (35mm) und Digital (Voll- und APSC-Format) gegenübergestellt
Vorteile Film:
- Enorme Auflösungen möglich
- Volles RGB-Spektrum (keine Interpolation von Farben notwendig), dadurch feinere Farbverläufe
- Speziell Schwarzweissfilm und die dazugehörenden Prozesse und Medien (Papiere) sind eine Welt für sich und lassen sich nur halbherzig digital nachbilden.
- Keine Treppchenbildung weil Film ja keine Pixel hat
Nachteile Film
- Extrem tiefe Kenntnisse sowie exorbitant teures Equipment notwendig, um die theoretische Überlegenheit in die Praxis umzusetzen
- Sehr unflexibel für Reportage- und Hochzeitsfotos. Für verschiedene Film- Empfindlichkeiten sind mehrere Kamera-Bodies notwendig, da selten genug Zeit für einen Film-Wechsel vorhanden ist.
- Körnigkeit bereits ab 50 ISO deutlich sichtbar. Über 200 ISO dem digitalen Bild gnadenlos unterlegen, ausser man nutzt das Korn als Gestaltungsmittel ein.
- Nachbearbeitungen/Korrekturen am Computer sehr aufwändig. Hochwertige und teure Scanner notwendig.
Vorteile Digital:
- Die Auflösungen ab 8 Megapixeln genügen bereits für qualitativ hochwertige mittlere Druckgrössen (50x70cm)
- Enorme Flexibilität im Workflow.
- Ständige Bildkontrolle und dadurch viel zahlreichere gelungene Fotos
- ISO-Empfindlichkeit kann bedarfsgerecht in Sekundenbruchteilen angepasst werden. Speziell bei Hochzeiten, woch die Lichtverhältnisse im Sekundentakt ändern, ein wahrer Segen.
- Viel leichtere Nachbearbeitung am Computer möglich Die Bilder stehen sofort zur Verfügung
Nachteile Digital:
- Ausser der noch immer geringeren Auflösung gegenüber (Dia) Film, fallen mir
beim besten Willen keine Nachteile ein, ausser vielleicht die Treppchenbildung (Artefakte).
Knipser
Leider viel zu oft höre ich die Ausdrücke "knipsen" und "Knipser" wie z.B. "Wie viele Fotos haben Sie heute geknippst?" u.ä. Der Umstand, dass bei einer Hochzeit alles sehr schnell abläuft, bedeutet noch lange nicht, dass einfach drauflosgeknipst wird, bis der Sensor heissläuft. So ginge es auch, allerdings wäre die Ausbeute an guten Fotos pro Hochzeitsreportage auf Zufallstreffer reduziert. Ich garantiere hingegen eine Mindestanzahl von teilweise über 600 gelungenen Fotos. Bevor ich mich anno 1984 an die erste Hochzeitsreportage heranwagte, studierte ich stapelweise Bücher und "verschoss" Dutzende Filmrollen bei "Trockenübungen" mit Freunden und Bekannten, analysierte jedes Foto und machte viele Notizen, um so die notwendigen Erfahrungen aufzubauen. Während einer Reportage geht alles sehr schnell und es bleibt keine Zeit für Überlegungen. Innerhalb von Sekundenbruchteilen müssen laufend Entscheidungen getroffen werden. Nicht nur ändern die Lichtverhältnisse ständig, sondern auch der Standort muss ständig gewechselt werden, um ja keine Schlüsselszene zu verpassen. Laufend werde ich mit neuen Herausforderungen konfrontiert wie zu dunklen Räume, keinen oder farbigen Reflexionsflächen für die Blitzgeräte. wenig bis gar kein Bewegungsspielraum, extremen Kontraste um die Mittagszeit usw. Nicht unerwähnt sollte ferner die notwendige körperliche Fitness bleiben. Ein 12-Stunden Einsatz mit zwei ständig auslösebereiten Kameras um den Hals bzw. (bis 5 KG mit den Objektiven) am Auge, permanente Konzentration sowie ununterbrochene Bewegung zehren enorm an den Kräften.
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